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Der Fahrradstadtplan
Das Regierungsviertel
Radverkehr in Berlin
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Gefördert vom

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Mit Unterstützung der

 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

  

Das fahrradfreundliche Regierungsviertel

Die meisten Menschen, die im Berliner Regierungsviertel arbeiten, kommen bereits umweltfreundlich mit dem öffentlichen Verkehr zum Arbeitsplatz. Wer aber nur einen relativ kurzen Weg zur Arbeit oder dienstliche Termine in der Nähe hat, fährt mit dem Rad besser, das heißt schneller und, nebenbei erwähnt, auch gesünder (siehe dazu den Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit"). Von U- und S-Bahn ist das Velo zudem der ideale Zubringer ins Büro – genug Gründe, das Regierungsviertel fahrradfreundlich zu gestalten.

Das Regierungsviertel, um das es hier geht, umfasst mehr als den zentralen Bereich rund um das Kanzleramt und das Reichstagsgebäude, nämlich große Teile der (Alt-)Bezirke Mitte, Tiergarten und Kreuzberg: von der Invalidenstraße im Norden (Verkehrsministerium) über den Alexanderplatz im Osten (Umweltministerium bis 2009), dem Landwehrkanal im Süden (Verteidigungsministerium) bis zum Hansaviertel im Westen (Innenministerium). In diesem Bereich liegen neben Parlament und Ministerien die Büros der Parteien, Gewerkschaften, Wirtschafts- und Umweltverbände; hier recherchiert die Hauptstadtpresse, hier residieren die Landesvertretungen und die meisten Botschaften. Außerdem befinden sich hier ein Großteil der Senatsverwaltungen des Landes Berlin, die Humboldt-Universität, jede Menge touristische Ziele, etliche „normale“ Arbeitsplätze sowie Schulen, Bahnhöfe, Geschäfte – und natürlich wohnen auch viele Menschen dort. Wenn das Regierungsviertel fahrradfreundlich wird, kommt es also vielen zugute.

Was bedeutet fahrradfreundlich? Erstens, dass sich die Radfahrerinnen und Radfahrer sicher und bequem bewegen können – auf den Straßen und abseits des Autoverkehrs. Zweitens, dass sie ihr Gefährt sicher und in Nähe des Ziels abstellen können. Drittens stellen fahrradfreundliche Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Diensträder zur Verfügung und nutzen die Dienste von Fahrradkurieren.

Noch zu Bonner Zeiten hatte das Bundesverkehrsministerium das Projekt „fahrradfreundliches Regierungsviertel“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat man wichtige Verkehrsdaten erhoben und plant Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Radinfrastruktur. Ziel ist es, bis Ende des Jahrzehnts den Anteil des Radverkehrs um etwa drei bis fünf Prozent auf insgesamt 15 Prozent zu steigern, und dabei trotz des wachsenden Radverkehrs die Zahl der Unfälle zu verringern. Um dies zu erreichen, entsteht ein Bezirkshauptroutennetz samt Wegweisung. Dabei geht es nicht darum, exklusive „Regierungsradwege“ zu bauen, vielmehr sollen die Verbesserungen des Routennetzes allen nützen, die auf dem Rad durch die Berliner Mitte fahren.

Das fahrradfreundliche Regierungsviertel ist Teil des Nationalen Radverkehrsplans, mit dem das Bundesverkehrsministerium die Bedeutung des Fahrrads im Alltagsverkehr steigern und wirtschaftliche Impulse durch Fahrradtourismus setzen möchte.

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Regieren mit dem Rad (Foto: Sebastian Petrich)
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