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Gute Gründe für ein "NEIN":

1. Keine Flughäfen in Wohngebieten

Flughäfen in dichtbesiedelten Wohngebieten belasten viele Menschen mit Fluglärm und Luftverschmutzung. Ein Flugzeugabsturz mitten in der Stadt hätte fatale Folgen. Der Flughafen Tempelhof wäre heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr genehmigungsfähig. Während der Teilung gab es in West-Berlin keine Alternative zu innerstädtischen Flughäfen. 18 Jahre nach dem Fall der Mauer sind sie hingegen überflüssig.

2. Tempelhof aufmachen - für alle

Die Öffnung des Tempelhofer Feldes für alle bietet einzigartige Möglichkeiten der Stadt­entwicklung, von denen alle Berlinerinnen und Berliner profitieren. Die Freiflächen des jetzigen Flughafengeländes sind mit rund 360 Hektar erheblich größer als der Tiergarten und entsprechen weit über 500 Fußballfeldern.

Wir wollen den überwiegenden Teil des Areals in ein Erholungs-, Sport- und Freizeitgebiet verwandeln und zu einer grünen Lunge der Stadt machen. Das denkmalgeschützte Gebäude und die Randbereiche bieten Platz für vielfältige kulturelle Aktivitäten, innovative Firmen mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen und neuartige Wohnprojekte.

Dies geht nicht über Nacht, sondern nur schrittweise und in ständigem Dialog zwischen Politik und Bür­gern. Zwischennutzungen sind das Gebot der Stunde. Das Tempelhofer Feld hat eine große Vergangenheit. Wir wollen ein neues Kapitel aufschlagen in der Geschichte dieses außergewöhnlichen Areals und blicken auf eine spannende, soziale und ökologische Zukunft. Nutzen wir die Chance, diese Zukunft gemeinsam zu entwickeln.

3. Menschen historisch würdigen - nicht Asphalt und Beton

Wir würdigen den historischen Einsatz alliierter Piloten und Berliner Arbeiter, den Mut  und die Standhaftigkeit der Bewohner in den Westsektoren während der sowjetischen Blo­ckade 1948/49. Diese Frauen und Männer - und nicht das Gebäude oder die Landebahnen - haben Geschichte geschrieben. Wir wollen jener Menschen der Luftbrücke in Ausstellungen an Ort und Stelle gedenken.

4. Ein Standort ist wirtschaftlicher als drei

Tempelhof verursacht jährlich Verluste von durchschnittlich 10  Millionen Euro, die letztlich der Steuerzahler aufbringen muss. Die Konzentration auf einen zentralen Flughafen für die gesamte Region ist die beste Lösung und eine gute Investition. Auf dem neuen Flughafen in Schönefeld und in den Unternehmen, die sich dort ansiedeln, entstehen bis zu 40.000 Arbeitsplätze, über 3 Milliarden Euro werden investiert. Denn ein zentraler Standort ist wirtschaftlicher und bietet dabei für die allermeisten Fluggesellschaften und Fluggäste optimale Bedingungen. Ein City-Flughafen ist dagegen weder stadtverträglich noch ökologischen tragbar.

5. Mit Tempelhof keinen BBI

Die Berliner Flächennutzungsplanung und die gemeinsame Verkehrsentwicklungsplanung von Berlin und Brandenburg schreiben aus guten Gründen die Konzentration des Flugverkehrs in BBI fest. Die Regierun­gen und Parlamente Berlins, Brandenburgs und des Bundes haben diese Konzeption seit 1994 mehrfach beschlossen und wiederholt verfeinert. Das haben Gerichte durch alle Instanzen mehrfach bestätigt. Wer einen wesentlichen Eckpfeiler aus diesem Flughafenkonzept herausbricht, indem er Tempelhof weiter betreiben will, riskiert einen Baustopp beim BBI und damit auch eine Offenhaltung Tegels.

6. Flughafen-Befürworter: verantwortungslos und doppelzüngig

Die Befürworter des Volksentscheides haben kein Konzept für die Zukunft des Flugbetriebs. Vielmehr erzählen sie jedem etwas anderes: mal soll Tempelhof Verkehrsflughafen bleiben und 2 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen, mal Sonderflughafen für eine Hand voll Manager werden.

In beiden Fällen gilt, dass die Belastung durch Lärm und Dreck erhalten bliebe oder sich noch steigern würde; das riesige Areal inmitten Berlins bliebe abgeschottet und unzugänglich für die Öffentlichkeit.

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 Tempelhof Flugfrei

Die gemeinsame Erklärung des Bündnisses für ein flugfreies Tempelhof:

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